Über das Single sein und der Suche nach dem Traumprinzen

Aktualisiert: März 5

Wir laufen oft dem Ideal des Traummannes/der Traumfrau hinterher. Erwarten uns was Großes. Den Knall. Und übersehen dadurch oft die Kleinigkeiten im Leben. Das Besondere im Alltäglichen. Wir sind so in unserer inneren Welt gefangen und sehen die Welt durch unsere Brille aus Mustern und Überzeugungen, dass wenn er/sie vor uns steht wir ihn/sie oft nicht sehen.


Innerhalb von weniger Minuten bewertet unser Gehirn jede Situation und jede Person. Gut oder schlecht? Passt es oder eher nicht? „Heiratsfähig“ oder nicht? Alle Fragen werden abgegangen und wir lassen gar keinen Raum für Magie. Denn oft sieht es in der Realität anders aus als wir es uns erwartet haben. Oft entspricht das Äußere nicht den hohen Idealen unserer Vorstellungen aber auf einmal fühlt sich unser Herz pudelwohl und es geht auf. Da entsteht der innere Konflikt. Wen glaubt man denn jetzt? Dem Herzen oder dem Hirn? Glaubt man seinem Gefühl oder lässt sich von seinen inneren Überzeugungen leiten? Doch auch das Gefühl kann uns so oft in die Irre führen. Versteckte Ängste und Sorgen können uns was vorgaukeln.


mit einem offenen Herzen leben

Mit einem offenen Herzen durch das Leben zu rennen, ist nicht immer leicht. Denn damit ist man immer verletzlicher. Worte können einen viel intensiver treffen. Aber nur wer mit einem offenen Herz durch’s Leben rennt, kann vollkommen lieben. Kann das Leben in seiner Fülle wahrnehmen. Spürt und fühlt. Nur wer mit einem offenem Herzen durchs leben rennt, LEBT.


Wie oft verstecken wir uns hinter unserer Fassade. Hinter unseren Verletzungen. Nur nicht mehr verletzt werden. Uns nur nicht zu verletzlich zeigen. Nicht zu ehrlich sein. Nicht zu offen. Es ist eine Art Spiel. Doch für was?


Wir wünschen uns so oft, dass der tolle Prinz/die tolle Prinzessin da ist, doch wenn dies der Fall ist, lassen wir es oft gar nicht zu. Die Angst blockiert und behindert uns. Wir werden offen und verwundbar. Ab in den Fluchtmodus oder traut man sich drüber und stellt sich dem Schatten?


Wenn nicht die Muttersprache das Problem ist

Wie oft bin ich schon auf die Schnauze gefallen. 9 Jahre Beziehung, dann das aus. Der Grund: gab es nicht. Eine leise Stimme im Herzen hat es gesagt. Verstanden hat es keiner. Am Anfang nicht mal ich. Seit 3 Jahren bin ich nun Single. Dazwischen eine 9-monatige Beziehung mit einem Australier. Mönch wollte er sein. Bis zu 10 Stunden am Tag meditiert. Sein Traum war eine offen gelebte Monastry im Outback von Australien. Da zog es mein Herz dann doch nicht hin.

Unser Verständigungsproblem, das wir hatten, lag nicht an unseren unterschiedlichen Muttersprachen, denn mein Englisch wäre gut genug, dass wir eine Beziehung hätten führen können. Das Problem lag an unseren gegenseitigen Verständnis. Es war so als wären wir zwei unterschiedliche Radiosender. Ab und zu schafften wir es die gleiche Frequenz einzuspielen, doch meistens kamen unsere liebevolle gemeinten Worte anders an. Trafen alte Wunden, wurden missinterpretiert. Wurden als Verletzungen aufgenommen. Das dies möglich ist, war mir bis zu dieser Beziehung nicht bekannt. Da verstand ich was alle meinten mit Frauen und Männer sprechen eine andere Sprache.


ab 30 bekommen die meisten Stress

Auf meinen Reisen bekam ich immer und immer wieder die Frage. Wo denn mein Mann und meine Kinder seien. Großes Entsetzen - 30, kinderlos und unverheiratet. In Ländern wie Indien wäre das als Inderin dein Untergang. Du wärst eine Last für deine Eltern. Eine Schande. Müsstest dringest zwangsverheiratet werden. Ein Lob auf unser freies Europa. Doch auch hier merkt man: ab 30 bekommen die meisten einen Stress. Sind auf der Suche nach dem Besonderen. Und übersehen die kleinen magischen Dinge. Doch meine große Frage ist: Was will ich? Will ich eine Beziehung oder möchte ich noch weiterhin allein sein? Will ich nur eine Beziehung weil die Gesellschaft es so möchte? Wer sagt denn das man heiraten muss? Gibt es einen Seelenverwandten? Die Zeit wird die Fragen lüften. Doch auf die Frage warum bist du Single möchte ich dir gerne noch eine Frage zurück geben: Warum bist du in einer Beziehung? Weil sie dich glücklich macht und aus tiefstem Herzen erfüllt? Weil du deine tiefsten Sehnsüchte und Wünsche mit deinem Partner/deiner Partnerin teilen kannst? Oder weil du Angst hast. Angst vor dem Alleinsein. Angst übrig zu bleiben. Immerhin tickt Mutternatur. Zumindest bei uns Frauen. Eines kann ich dir verraten. Wenn man über diese Angst geht, entstehen Wunder. Denn wenn man es schafft mit sich vollkommen im Reinen zu sein, in Harmonie, fängt man an seine eigene Gesellschaft so sehr zu genießen, dass ein anderer nicht mehr notwendig ist. Es ist kein Muss mehr da. Das MÜSSEN wird zum WOLLEN. Und dieses Wollen verändert meiner Meinung nach alles.


Was für eine Beziehung möchtest du führen?

Wie wär es eine Beziehung zu führen, in der man sich nicht braucht. In der man einfach ist und seine Gesellschaft genießt. Eine Beziehung, die einen hilft zu wachsen. Die einen bestärkt und kräftigt. Eine Beziehung, die dich nicht zurückhält. Wie wär es damit? Wie soll deine Herzensbeziehung ausschauen?


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