über gefüllte Marmeladengläser, Freiheit und Glück

Aktualisiert: Mai 11

Es gibt Tage da wacht man auf und fühlt sich nicht so gut. Es drückt und zwickt. Traurigkeit, Müdigkeit oder Rastlosigkeit machen sich breit. Manchmal lösen auch gewisse Situationen diese Emotionen aus. Oftmals sind wir so getrieben, dass wir es nicht mal wahrnehmen. Quasi davor wegrennen. Wir wollen es nicht fühlen. Uns nicht damit auseinander setzten. Schieben es weg und drücken sie runter.


unser Unterbewusstsein ist enorm

Unser Unterbewusstsein ist enorm. 95 % unserer Persönlichkeit und Handlungen werden vom Unterbewusstsein gesteuert. Nur 5 % erfolgt auf bewusster Ebene. So gut wie fast all unsere Entscheidungen und Handlungen erfolgen unbewusst. Durch erlernte Glaubenssätze, durch jahrelange eintrainierte Handlungsmuster und durch Überzeugen über uns und die Welt, die wir irgendwann in der Kindheit getroffen haben.


Du kannst dir das wie einen riesengroßen Eisberg vorstellen. All unsere Überzeugungen, Handlungen und Glaubenssätze sind unter der Meeresoberfläche und tummeln sich dort herum. Sie warten nur auf Situationen, in denen diese unnötigen Überzeugungen aktiviert werden dürfen und wir Entscheidungen und Handlung unbewusst daraus treffen. Wir entscheiden uns dann aus einem gewissen Schmerz heraus anstatt aus offenem Herzen.


gefüllte Marmeladengläser

Ich stell mir oft vor als wären all diese negativen Überzeugungen über uns und die Welt in Marmeladengläser abgefüllt. Jedes Marmeladenglas ist unterschiedlich groß oder klein. Hängt natürlich davon ab, wie sehr wir es füttern. Zur Auswahl gibt es „Ich bin nicht gut genug“, „Ich kann das sowieso nicht“, „Männer sind egoistisch und man kann ihnen nicht vertrauen“, „Frauen sind launisch und unberechenbar“, „Die Welt ist gefährlich“, „Bei jedem funktioniert es außer bei mir“ usw. Jedes Marmeladeglas ist mit einen dieser unbewussten Überzeugungen gefüllt und mit jeden Mal wenn wir uns damit identifizieren, verstärken wir diesen Glaubenssatz. Das Marmeladeglas wird genährt und voller. Es wird größer. Wir halten die Überzeugung, die uns nicht dient, fest. Der Deckel bleibt fest zugeschraubt.


leere deine Marmeladengläser und werde freier und glücklicher

Es gibt aber eine Möglichkeit diese Glaubenssätze loszulassen, bis sie nicht mehr in unserem System agieren. Einfach den Deckel aufschrauben, dich nicht mehr mit der Geschichte in deinem Kopf identifizieren. Klingt leicht. Ist es aber oft nicht. Was mir vor allem hilft ist lautes bewusstes AUSATMEN durch den Mund. Loslassen. Kommt der Gedanke „Ich bin nicht gut genug“ hoch dann halte kurz inne, atme tief aus und lass diesen weiterziehen. Werde weich und sanft im Herzraum. Werde dir bewusst, dass dies nur eine Überzeugung ist. Spüre wo sich die Enge in deinem Körper ausbreitet. Wie der Atem fließt. Was für Gedanken kreisen. Durch das Ausatmen und weich werden, zieht deine tief verwurzelte Meinung weiter und du schaffst Raum und Platz für neue wertvolle Überzeugungen, die du stattdessen in deine Marmeladengläser füllen kannst.

wie ein Radiosender, der immer die gleiche Situation anzieht

Umso mehr wir die Marmeladengläser leeren umso freier werden wir. Umso mehr wird die Sicht wieder klar und wir sehen die Welt nicht mehr aus diesem einen verzerrten Winkel. Neue Dinge können uns passieren. Denn jedes Marmeladenglas ist wie ein Sender, der diese Situation, von der du überzeugt bist, anziehen möchte. Ein Sender, der durchgehend piepst und den jeweiligen Glaubenssatz ausstrahlt. (z.B. „Ich kann das nicht“) und dadurch immer und immer wieder das Gleiche anzieht.


verändere deine unbewussten Überzeugungen und dein Leben verändert sich

Willst du was in deinem Leben verändern, musst du beginnen deine Gedanken zu verändern. Und vor allem deine unbewussten Überzeugungen. Denkst und fühlst du immer dasselbe, passiert dir auch immer das gleiche. Weil du es ausstrahlst.


An schlechten Tagen werden oft viele Marmeladengläser geöffnet und agieren in dir. Der Schlüssel für mich um mich nicht damit zu identifizieren ist wirklich weich zu werden. Sanft und liebevoll zu sein. Zeit für mich nehmen um diese Emotionen zu fühlen. Einzutauchen. Denn trifft Bewusstsein auf diese, verschwinden sie. Trifft Licht auf Dunkelheit, verschwindet sie. Durch das Unterdrücken und Wegrennen passiert bei mir meistens das Gegenteil. Das Monster, das am Anfang so klein war, wird größer und größer. Bis ich mir endlich die Zeit nehme um in meine innere Welt reinzufallen.

Freundschaft schließen mit unseren Emotionen

Wie gehst du mit deinen Emotionen um? Schaust du hin oder rennst du weg? Denn eines steht fest, bei jedem von uns kommen diese hoch. Oft hängt es mit unserer Aufmerksamkeitsspanne zusammen ob wir sie wahrnehmen und klar sehen können. Gibst du dir den nötigen Raum um einzutauchen? Die Marmeladengläser zu leeren?

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